Invasive Verfahren

Diagnostische Herzkatheteruntersuchung

Standardzugang in der kardiologischen Praxisklinik zur Untersuchung der Herzkranzgefäße ist über eine Punktion der Pulsader am rechten Unterarm (rechte Arteria radialis) und nur in besonderen Fällen über den früheren Standardzugang über die (rechte) Beinschlagader (A. femoralis in der rechten Leiste). Nach örtlicher Betäubung und Einsatz einer sogenannten Schleuse in das Gefäß werden nacheinander zwei unterschiedlich vorgekrümmte diagnostische Katheter bis zum Eingang der Herzkranzgefäße am Aortenbogen vorgebracht. Während Kontrastmittel  über diesen Weg zielgerichtet in das Gefäß eingespritzt wird, erfolgt zeitgleich eine Röntgenaufnahme. Diese wird in verschiedenen Projektionen auf das Gefäßsystem wiederholt. Die gesamte Untersuchungsdauer beträgt in erfahrenen Händen zumeist nur ca 15 min und im Anschluss kann der Untersucher mit Ihnen den Befund besprechen. Im Faller einer hochgradigen Verengung (Stenose) eines Herzkranzgefäßes kann sich dann unmittelbar eine von aussen durchgeführte Intervention mit einer Ballondilatation und fast immer zeitgleich Stentimplantation anschliessen.

Erfahren Sie mehr über uns Herzkatheterlabor in unserer kardiologischen Praxisklinik Ludwigshafen-Neustadt.

Perkutane Intervention (PTCA)

Bei der PTCA wird bei Beschwerden oder im Falle eines akuten Herzinfarktes ein verschlossenes oder hochgradig verengtes Herzkranzgefäß wiedereröffnet oder der relevant eingeschränkte Blutdurchfluss wieder normalisiert. Zu diesem Zweck wird ein feiner, biegsamer und steuerbarer Draht in das Gefäß, das behandelt werden soll, eingeführt, so dass die Spitze dieses Drahtes mehrere Zentimeter hinter der Engstelle liegt. Dieser Draht wird dann als eine Art Schiene für den Ballonkatheter benutzt, der außerhalb des Körpers auf den Draht aufgefädelt und durch den Katheter den Draht entlang ins Gefäß bis in die Engstelle geschoben wird. Der Ballon wird in der Engstelle für wenige Sekunden bis zu mehreren Minuten mit einem Gemisch aus Kochsalzlösung und Röntgenkontrastmittel aufgedehnt, sodass das Gewebe, das die Engstelle hervorgerufen hat, zusammengedrückt wird.

Damit diese ehemalige Engstelle sich nicht in den nächsten Monaten wiederverengt,  ist bei den meisten Eingriffen dieser Art ein sogenannter Stent erforderlich. Bei einem Stent handelt es sich um ein mit zahlreichen Löchern versehenes Röhrchen aus Edelstahl, das man sich wie einen in Zylinderform gebogenen Maschendraht vorstellen kann und überwiegend mit einem Medikament beschichtet ist, das eine rasche Wiederverengung bzw. überschiessende Narbenbildung bei der Einheilung des Stents verhindern soll.  Der Stent ist auf einem zusammengefalteten Ballon aufgebracht, wird dann in die Engstelle des Zielgefäßes vorgeführt.  Über die Aufdehnung des Ballons wird er schliesslich zielgenau platziert und damit das Risiko einer Wiedereinengung des Gefäßes vermindert.

In einigen Fällen ist zur Einstufung einer Engstelle für den Blutfluss eine spezielle Flussmessung im Gefäß erforderlich (sog. FFR-Messung), um zu entscheiden, ob eine Aufdehnung zu einer Verbesserung des Blutflusses führen wird.

Vorhofohroccluder/Vorhofseptumoccluder

In bestimmten Fällen ist die Implantation eines Verschlussystems für das linke Vorhofohr (sog. LAA-Occluder) bei Patienten mit Vorhofflimmern und Unverträglichkeit von Blutverdünnungsmedikamenten (Marcumar, DOAKs) erforderlich. Ein Vorhofseptumoccluder, ein anderes System, wird bei Patienten mit einem offenen Foramen ovale nach einem Schlaganfall oder Patienten mit einer grösseren seit Geburt verbliebenen Öffnung des Vorhofseptums (Persistierendes Formamen Ovale (PFO), Vorhofseptumdefekt) zum Verschluss der normalerweise geschlossenen Trennmembran der Vorkammern des Herzens eingesetzt. Diese Behandlungen können wir bei Ihnen in der Universitätsmedizin Manneim persönlich durchführen.

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